Der richtige Schutz beim Schweißen ist, wie die Übung beim Meister! Ein unverzichtbares Know-how ist wichtig für den Anfänger und für den Profi.

Wir zeigen euch eine 5 Schritte Anleitung!

1.

Die Regel Nummer eins ist „nicht schweißen ohne die angemessene Schutzkleidung“.  Je nach Werkstück und Schweißgerät variiert die Schutzkleidung.

Hier die wichtigsten Punkte:

Neben der großen Hitze ist mit einer starken Helligkeit (Lichtbogen) und UV-Strahlung zu rechnen. Funken sprühen nicht nur
bei der ersten großen Liebe, der Schweißer kennt es gut.

Also unsere 3 Schutzzonen: Schutzhandschuhe – Kopfschutz – Schürze. – Wir stellen Ihnen drei Produkte vor, die Sie bei uns erwerben können:

1.1 Schutzhandschuhe

Unsere Schweißhandschuhe von Stürmer sind besonders für Schutzgas geeignet – Sehr weiches und geschmeidiges Premium-Rindsspaltleder – Bessere Fingerfertigkeit durch nahtlosen Zeigefinger, Greifen fällt einfacher – Mit hitzebeständigem KEVLAR Garn vernäht – Fleece-Futter für hohen Komfort – Lange Stulpe zum Schutz vor Schweißperlen Ergonomische 3D-Passform für entspannte Handhaltung – EN 407:2004, Thermische Risiken, 413X4X – EN 388:2016, Mechanische Risiken, 3144X – DIN EN 12477:2001 Ausführung A

1.2 Kopfschutz

Unser Schweißhelm von Lutz ist nach EN 175 geprüft und gewährt vollständigen Halsschutz. Die spezielle Helmform schützt die Vorsatzscheibe vor Kratzern, z.B. wenn der Helm abgelegt wird. Eine Wulst oben und unten am Helm schützt zusätzlich vor Funken Zum Einsatz beim MIG/MAG, WIG und Elektrodenschweißen sowie zum Schleifen. Nicht geeignet für den Einsatz beim Laserschweißen, Sauerstoff- und Acetylenschweiß-und schneidverfahren.
Durch eine Ein-/ Ausschaltautomatik muss keine Taste mehr betätigt werden. Auch kann die Aufhellzeit durch den Verzögerungsschalter nach Bedarf eingestellt werden. Sobald der Lichtbogen gezündet wurde, wird der Helm vollautomatisch in nur 1/30.000 s abgedunkelt. Die Schutzstufen DIN 9 bis 13 sind stufenlos seitlich außen am Helm wählbar, der Helm muss dazu nicht abgenommen werden.

1.3 Schürze

Unsere Schweißerschürze von Golden Brown™ 44-2142 W Ausführung: • Selbsteinstellbares Riemensystem mit 2,5 cm breitem aus Segeltuch, Schnellöffnungsschnalle • Einstellbare Gleiter und Trenne • Für Mittelkörperschutz vorne • Gleichmäßige Gewichtsverteilung reduziert Müdigkeit • Maße: 107 x 80 cm Material: hitzebeständiges Rindspaltleder, genäht mit 3-fach-Kevlar® Garn Zulassung/Norm: EN ISO 11611: 2007 Klasse 2/A1.

2. Arbeitsbereich vorbereiten

  • Dein Arbeitsbereich sollte nicht nur wegen giftiger Gase und chemischen Dämpfen gut belüftet sein.
  • Auch eine ordentliche und geräumige Arbeitsunterlage sollte vorbereitet sein.
  • Unfälle und Brände sind vorprogrammiert wenn die Arbeitsgrundlage nicht trocken und brennfest ist.

Der Massepol an der Befestigungszangedes Schweißgeräts sollte gründlich am Werkstück befestigt werden. Denn dieser ist für die Erzeugung der notwendigen Stromstärke zuständig. Der Strom sucht sich immer einen Weg und kann schnell zu einer ernsthaften Bedrohung werden, wenn der Massepol auf den Boden fällt. Achten Sie also darauf, dass die Befestigungszange wirklich festsitzt.

3. Werkstück vorbereiten

Vor dem Schweißen, muss auch das Werkstück gründlich gereinigt werden. Ronstiges Metall muss von Fremdkörpern befreit werden und lackierte teil abgeschliffen werden. Der einfachste Weg ein vorbereitetes Werkstück zu haben, ist das greifen zu elektrischen Schleifgeräten. Hinterher muss das Werkstück immer noch trocken, öl- und fettfrei sein!

4. Schweißen

Beim Zusammenschweißen, ist es von Vorteil mit Punktierungen zu beginnen. Erst wenn Sie sich sicher sind, können Sie die Teile mit durchgehenden Linien zusammenschweißen. Eine Herausforderung beim Schweißen ist es, die richtige Stromeinstellung zu finden.
Sie erkennen zu stark eingestellten Strom, wenn es zu viel Material aus den Werkstücken schmilzt. So wird das Material nur oberflächlich bearbeitet und kann nicht durchschmelzen. Die Werkstücke können später deshalb auseinanderbrechen. Die Stromstärke muss solange korrigiert werden bis eine leicht erhabene Schweißnaht erscheint.

Auch bei der Handhabung des Geräts ist es Ideal, wenn das Schweißgerät nicht senkrecht gerichtet wird, sondern schleppend schweißt. Das bedeutet einen Winkel von 45 Grad anzusetzen. Dadurch lässt sich der Strahl besser kontrollieren und die Schweißnaht präziser erstellen.

5. Werkstück nachbehandeln

Ist die Naht abgekühlt, können Sie, um Rost zu verhindern, mit der Nachbehandlung beginnen. Beim Schweißen entstehen Schweißspritzer oder andere Überreste, die durch chemische Reaktionen entstehen. Diese können mit einer Handbürste entfernt werden. Wenn man jedoch die Schweißnaht verbessern möchte, kann die Stelle mit Schleifpapier oder durch Polieren, ausgebessert werden.

  im Überblick


Nachdem wir die richtige Art mit Schweißgeräten zu arbeiten kennengelernt haben, müssen wir feststellen welches Schweißgerät für Sie in Frage kommt. Hierbei ist zu klären mit welchen Werkstoffen Sie regelmäßig arbeiten? Vergleichen Sie mit uns zusammen die verschiedenen Schweißgeräte-Typen.

1. Elektroden- Schweißgeräte

Elektroden-Schweißgeräte eignen sich tatsächlich für die verschiedensten Anwendungen zum Zusammenfügen von Werkteilen. Man nennt
das auch
E-Schweißen. Es funktioniert ganz ohne Gas, sondern, wie der Name verrät, auf Basis von Elektroden.

Zwischen der Stabelektrode und dem Werkstück baut sich nach Anlegen einer Spannung ein heller, Funken schlagender Lichtbogen auf.
Sie führen dabei die Elektrode immer weitervon Hand, bis sie letztlich ganz verglimmt.

+ Für einfache Arbeiten, von Vorteil,
wo keine allzu große Präzession
erforderlich ist.


Erlauben nur vergleichsweise langsames Arbeiten und benötigen ein
wenig Übung.

2. MIG Schutzgas-Schweißgeräte

Spezielle Schweißgeräte für Metall-Inert-Gas:

Hier wird eben jenes Schutzgas – meist Argon oder CO2 – verwendet. Warum? Es kontaminiert nicht mit Ihrem Metallstück. Mehr noch: Das
Gerät blockiert die Luft von einer Elektrode und der Schweißschmelze. So bleibt das Werkstück effektiv geschützt.

Einsetzbar für: Nichteisenmetalle wie Aluminium, Bronze oder Zink, Baustahl oder Rohrstahl. Optimal verarbeitbar sind damit Dünnbleche,
Winkel- oder auch U-Profile.

+ Ständiges Kontrollieren, wie gut man
die Schweißnaht setzt

+ Dank eines neutralen Gases wird
dieses Naht oft sehr gleichmäßig


Greift zwangsläufig immer auf Gas
zurück; daher ist windstilles Arbeiten
für gute Ergebnisse Pflicht.

3. MAG Schutzgas-Schweißgeräte


Ähnlich und doch anders sieht es bei den MAG Geräten aus. – Was sie wiederum einzigartig macht?

Hier wird ein Misch-Schutzgas aus O2, CO2 und Argon verwendet. Das Gas wird nicht vom Kontakt mit dem Metall abgehalten, im Gegenteil.
Es soll sogar in die Schweißnaht übergehen, um diese besonders hochwertig zu machen. Kessel- und Rohrstahl wird nach diesem Verfahren
wunderbar verschweißt.

 

+ Beim Einsatz kann Schlackenbildung
wirksam vorgebeugt werde

+ Möglichkeit, sehr viele Techniken und
Positionen beim Schweißen zu wählen


Greift zwangsläufig immer auf Gas
zurück; daher ist windstilles Arbeiten
für gute Ergebnisse Pflicht

4. WIG Schutzgas-Schweißgeräte

Wolfram-Inert-Gas, dafür steht das Kürzel WIG.
Diese Art Schweißgeräte führt man typischerweise auch von Hand. Hier kommt es beim Arbeiten zu einem relativ hohen Schmelzpunkt.
Wie beim E- Schweißen mithilfe einer externen Elektrode einen Lichtbogen, allerdings aus Wolfram.

Die Elektrode brennt nur wenig ab. Zugleich strömt Schutzgas. Das Verfahren kombiniert daher im Grunde die vorigen Verfahren teilweise.
Einsetzbar für: Dünne Bleche aus Stahl, Edelstahl, Kupfer und Messing weiter verarbeitbar.

+ Arbeitssichere Zündung durch Gleich- oder Wechselstrom schweißen


Es sollten nur erfahrene Schweißer mit WIG-Geräten arbeiten

5. Fülldraht-Schweißgeräte

Schutzgas ist hier tabu. Fülldraht-Schweißgeräte folgen einer anderen Herangehensweise:

Ein spezieller Draht aus Stabilisierungszusätzen für den Lichtbogen, Gasbilder und Legierungsadditive kommen dabei zum Einsatz. Erst bei
Hitzeeinfluss entsteht Schutzgas.

Zudem sollten Sie nur dickere Bleche hiermit behandeln.

+ Die Stromstärke lässt sich hier ganz nach Bedarf anpassen

– Allerdings entsteht beim Arbeiten eher wenig Schutzgas. Das erschwert eine saubere Nahtbildung

6. Autogen-Schweißgeräte

Nochmal anders gehen Sie beim letzten Schweißverfahren unserer Liste vor: mit Autogen-Schweißgeräten.

Ein entsprechendes Arbeitsgerät erbringt seine Leistung nur mithilfe von zwei Flaschen voll Brennglas und Sauerstoff; ganz ohne Strom.

Da wenig Hitze entsteht, können Sie auch empfindliche Metalle verschweißen.

+ Die Unabhängigkeit von Strom und
Gas ist ein Pro-Faktor der Autogen-Variante


Sie können damit nur Metallteile mit
einem maximalen Querschnitt von 8
mm schweißen